Zahlen & Fakten

PET-Mythen und die Fakten

PET - Die Mythen und die Fakten.

Das stimmt so pauschal nicht. Bei der komplexen Ökobilanz einer Verpackung spielen unterschiedlichste Faktoren wie Verpackungsmaterial und -gewicht, Transportstrecken oder das Recycling eine Rolle.

Während PET-Mehrwegflaschen schon länger ein gutes ökologisches Profil aufweisen, konnten auch die PET-Einwegflaschen ökologisch stetig weiter verbessert werden. Sie sind in den vergangenen Jahren vor allem durch Maßnahmen wie Gewichtsverringerung, Recycling, kürzere Transporte und die Senkung des Energieverbrauchs bei der Herstellung immer umweltfreundlicher geworden. Bereits im Jahr 2010 fand das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu) heraus, dass die häufigste PET-Einwegflasche am Markt, die 1,5 Liter-Flasche für Wasser und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, zur Glas-Mehrwegflasche ökologisch gleichwertig ist.

Diese Behauptung ist falsch. PET-Flaschen enthalten keine Weichmacher, erklärt das Bundesamt für Risikobewertung auf seiner Webseite.

Phthalate und andere Weichmacher werden zur Herstellung von PET-Flaschen gar nicht benötigt. Eine Beigabe von Weichmachern würde auch keinen Sinn ergeben, denn die Flaschen würden hierdurch ihre Stabilität verlieren. Diese falsche Annahme hält sich vermutlich aufgrund der Ähnlichkeit der Namen Phthalat und Polyethylenterephthalat.

Auch diese Behauptung widerlegt das Bundesamt für Risikobewertung, denn BPA wird für die Herstellung von PET-Flaschen nicht verwendet. Bisphenol A gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die hormonähnlich wirken können und in Gegenständen aus Kunststoff vorkommen können. Bei der PET-Flaschen-Produktion kommt Bisphenol A jedoch nicht zum Einsatz.

Auch das stimmt so nicht. Laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) konnten Studien keinen Unterschied zwischen der östrogenen Aktivität von Mineralwässern aus PET-Flaschen und solchen aus Glasflaschen finden. Die bei vereinzelten Studien nachgewiesene Aktivität war bei beiden Verpackungen gleich und zudem etwa 10.000-fach geringer als die natürliche östrogene Aktivität von Getränken wie Milch, Bier oder Rotwein. Das BfR geht davon aus, dass diese geringe Aktivität nicht auf die PET-Flaschen zurückzuführen sei.

Seit Einführung der Pfandpflicht auf Einweg-Getränkeverpackungen im Jahr 2003 werden in Deutschland pfandpflichtige PET-Flaschen vom Handel zurückgenommen. Dank des Pfandsystems werden fast 99 Prozent der pfandpflichtigen PET-Flaschen gesammelt, und das wertvolle Material wird wiederverwertet. Denn PET lässt sich problemlos recyceln.

Auch das stimmt so nicht. Eine Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH (GVM), aus dem Jahr 2015 belegt:

Etwa 80 Prozent des PET-Recyclings findet mittlerweile in Deutschland statt. Die restlichen Wertstoffmengen werden größtenteils im grenznahen Ausland wiederverwertet. Die Kosten für den Transport in weiter entfernte Länder sind in der Regel zu hoch. Außerdem nimmt die Nachfrage nach Recycling-Material in Europa weiter zu.

Das ist nicht richtig. Zu über einem Drittel werden die gesammelten PET-Getränkeflaschen heute genau wieder zu dem, was sie waren: Rohstoff für neue PET-Getränkeflaschen. Zu dem Schluss kommt die oben erwähnte GVM-Studie ebenfalls. Weitere Abnehmer sind die Folien- (27 Prozent) und Textilfaserindustrie (23 Prozent). Aus dem Rest werden weitere Produkte hergestellt wie Bänder oder Reinigungsmittelflaschen (16 Prozent).

Das ist ebenfalls so nicht korrekt. Richtig ist zwar, dass der Stoff Acetaldehyd aus PET-Flaschen ins Getränk übergeht und bereits ab sehr geringen Mengen einen leicht süßlich-fruchtigen Geschmack hervorrufen kann. Gesundheitlich ist das übrigens unbedenklich, weil Acetaldehyd in Wasser schon ab weniger als einem Hundertstel des gesetzlichen Grenzwertes deutlich gerochen oder geschmeckt werden kann. Damit aber der natürliche Geschmack von Mineralwasser unverändert bleibt, enthalten PET-Flaschen in Deutschland Blocker, die verhindern, dass das Acetaldehyd ins Wasser übergehen kann.

Acetaldehyd ist übrigens auch ein natürlicher Bestandteil von Früchten und anderen Lebensmitteln wie Käse; teilweise kommt der Stoff dort in wesentlich höheren Konzentrationen vor als in den Mineralwässern aus PET-Flaschen.

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FAQ.

Seit Einführung der Pfandpflicht im Jahr 2003 werden in Deutschland pfandpflichtige PET-Verpackungen beim Handel gesammelt. Dank des Pfandsystems werden 98% der PET-Flaschen zurückgebracht und das wertvolle Material wird wiederverwertet. Denn PET lässt sich problemlos recyceln. Auch Mehrwegflaschen und Kreislaufflaschen des PETCYCLE-Systems werden zurückgenommen und einer Wiederverwertung zugeführt zur Schonung der Ressourcen.

Das Pfand auf PET-Einwegflaschen hat mit dazu geführt, dass inzwischen fast alle Flaschen recycelt werden und damit Abfall vermieden wird. So gelangt PET als hochwertiges Material zurück in den Wertstoffkreislauf. Gebrauchte PET-Flaschen sind ein gesuchter Rohstoff!

Recycelte PET Flaschen werden wieder zu Flaschen – man nennt das Bottle-to-Bottle-Recyclin. Dass PET-Rezyklat die Zulassung für Lebensmittelverpackungen erhält, zeugt von der hohen Qualität und Reinheit des Recyclings. Ein Teil wird zu kleinen Flakes verarbeitet. Aus den bunten Flakes werden Füllstoffe für Kuscheltiere oder sie werden zu Folien. Die weißen Flakes werden eingeschmolzen und zu Textilfasern verarbeitet. Aus diesen PET-Fasern sind zum Beispiel die Innenfutter von Sakkos, T-Shirts oder die beliebten Fleecepullis. 5 PET-Flaschen liefern genug Textilfasern um ein T-Shirt in XL herzustellen!

Ja, PET hat gute Barriereeigenschaften. Lebensmittelverpackungen aus PET sind leicht, praktisch, unzerbrechlich und recyclebar. Darüber hinaus besitzen sie gute Barriereeigenschaften gegenüber unerwünschten Stoffen. So erweist sich z.B. PET als dichte Barriere gegenüber Mineralölen aus Verpackungen aus Altpapier. (Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Studie des BMELV „Ausmaß der Migration unerwünschter Stoffe aus Verpackungsmaterialien aus Altpapier in Lebensmitteln“, Berichtszeitraum: 2.März 2010 – 31. Mai 2012)

Nein, PET-Flaschen enthalten keine Weichmacher. Der Name „Polyethylenterephtalat“ wird fälschlicherweise häufig von Verbrauchern und in der Presse mit den Weichmachern Phtalaten in Verbindung gebracht, aber Phtalate und andere Weichmacher werden zur Herstellung von PET-Flaschen nicht benötigt.

Nein, Bisphenol A (kurz BPA) wird für die Herstellung von PET-Flaschen nicht verwendet. Bisphenol A wird bei der Herstellung von Polycarbonat verwendet, aus dem unter anderem Babyflaschen und Kunststoff-Einmalgeschirr hergestellt werden. Darüber hinaus kann BPA auch bei der Herstellung von Epoxidharzen verwendet werden, die zum Beispiel als Innenbeschichtungen für Konservendosen zum Einsatz kommen.

Nein, Acetaldehyd aus PET-Falschen stellt kein gesundheitliches Risiko dar. Bei der Herstellung und Lagerung von PET-Flaschen kann der Stoff Acetaldehyd entstehen. Geht Acetaldehyd von der Flasche in das Getränk über, kann es schon in sehr kleinen Mengen geschmeckt und gerochen werden – zumindest in Mineralwasser. Die in der EU gesetzlich festgelegte Höchstmenge des Stoffübergangs von Acetaldehyd liegt bei 6 mg pro kg Lebensmittel. Unterhalb dieses Grenzwertes wird es als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Schmecken kann man es jedoch schon früher. Denn die sensorische Wahrnehmbarkeitsschwelle beträgt weniger als ein Hundertstel dieses Wertes.

Acetaldehyd ist ein natürlicher Bestandteil von Früchten und anderen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Käse und Butter. Es kommt dort teilweise in wesentlich höheren Konzentrationen vor als in den Mineralwässern aus PET-Flaschen. Äpfel oder Joghurt enthalten beispielsweise das 70fache und Weißbrot das 500fache der Acetaldehyd-Konzentrationen, die von namhaften Instituten als sensorische Schwelle publiziert wurden (10 μg / l).

Eine Geschmacks- oder Geruchsveränderung des Getränkes ist jedoch weder erwünscht noch gesetzlich erlaubt. Um eine sensorische Beeinträchtigung der Getränke durch Acetaldehyd zu verhindern, können daher sogenannter Acetaldehyd-Blocker bei der Herstellung von PET-Flaschen eingesetzt werden, die im PET das Acetaldehyd binden und selbst keine gesundheitlichen Risiken oder sensorischen Beeinträchtigungen verursachen. So geht kaum Acetaldehyd ins Wasser über und die Wahrnehmbarkeitsschwelle von 10 μg / l wird dadurch nicht überschritten. In Deutschland kommt ein gemäß Verordnung (EU) 10/2011 zugelassenes Additiv als Acetaldehyd-Blocker bei vielen PET-Einweg- und Mehrwegflaschen zum Einsatz.

Nein, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in seiner Stellungnahme die Gesundheitsunbedenklichkeit von Antimon in Getränken aus PET-Flaschen bestätigt. Bei der Herstellung vom PET wird Antimon als Katalysator verwendet. Diese als Reaktionshilfe eingesetzten minimalen Mengen können im PET verbleiben. Ein sehr geringer Anteil von Antimon kann unter Umständen in das Getränk übergehen.

Der Grenzwert für Antimon im Trinkwasser liegt international (WHO) bei 20 μg/l, in Deutschland bei 5 μg/l. Auch bei längerer Lagerung kann der sehr niedrige deutsche Grenzwert in PET verpackten Getränken nicht erreicht werden.

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