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Aktuelle Artikel zum Kunststoff Polyethylenterephthalat (kurz PET).

Studie zu PET-Getränkeflaschen: Recycling in Deutschland übertrifft EU-Vorgaben deutlich

Neue GVM-Studie: 58 Prozent recycelter Kunststoff in Getränkeflaschen – Deutschlands PET-Kreislauf zeigt, wie industrielle Transformation gelingt

Bad Homburg, 01. Oktober 2026 – PET-Getränkeflaschen sind ein Leuchtturm der Kreislaufwirtschaft und ein konkreter Beleg für die Transformationskraft der Industrie in Deutschland. Eine aktuelle Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH im Auftrag des Forum PET zeigt: 2025 lag der durchschnittliche Anteil von recyceltem PET (PCR) in der deutschen Getränkeflaschen-Produktion bei 58 Prozent. Damit übertrifft die Branche die seit 2025 geltende europäische Vorgabe von durchschnittlich 25 Prozent Rezyklatanteil in PET-Getränkeflaschen deutlich.

Die Studienergebnisse unterstreichen die hohe Leistungsfähigkeit des deutschen PET-Kreislaufs: Dank der getrennten Sammlung der Pfandflaschen und einer etablierten Recyclinginfrastruktur kann über 95 Prozent des in Getränkeflaschen eingesetzten PETs zurückgewonnen und als Rezyklat wieder in der industriellen Produktion eingesetzt werden. Ein großer Teil davon bleibt im geschlossenen Kreislauf und wird erneut für Getränkeflaschen verwendet.

„Das Recycling von PET-Getränkeflaschen ist seit Jahren ein Leuchtturm der industriellen Transformation. Es zeigt, was möglich ist, wenn Industrie und Politik zusammen gestalten können“

Dr. Thomas Struppert

Vorsitzender des Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Parallel zum steigenden Rezyklatanteil ist der Materialeinsatz weiter gesunken: Im Vergleich zu 2017 wurde im Jahr 2025 25 Prozent weniger PET zu Flaschen verarbeitet. Optimierungsmaßnahmen wie Kurzgewinde und verringerte Wandstärken sparen Rohstoffe. So werden PET-Flaschen seit 2013 immer leichter, ohne dabei an Stabilität oder Qualität zu verlieren. Dieses „Lightweighting“ wirkt sich positiv auf die CO2-Emissionen in Produktion und Transport aus.

96,4 % Rücklauf über Pfandsysteme

© GVM-Studie – Aufkommen und Verwertung von PET-Getränkeflaschen in Deutschland 2025

Pfandsystem und Zusammenarbeit als Erfolgsfaktoren

Grundlage des Erfolgs ist die inländische, industrielle Infrastruktur. Das PET-Recycling wäre ohne das Pfandsystem der Deutschen Pfandsystem GmbH – die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert – und ohne die enge Zusammenarbeit von Rohstoffherstellern, Flaschenproduzenten, Abfüllungsbetrieben, Handel und Recyclingbetrieben nicht so erfolgreich möglich. Denn Innovationen wie diese setzen voraus, dass Akteure und Materialströme der Wertschöpfungskette räumlich eng verzahnt bleiben.

 

Paradebeispiel für einen funktionierenden Stoffkreislauf

Vor allem das Pfandsystem spielt eine entscheidende Rolle für den Recyclingerfolg: Es schafft die Grundlage für die getrennte Sammlung von PET-Flaschen durch Verbraucherinnen und Verbraucher. Das System genießt eine hohe Akzeptanz, und der Erfolg inspiriert: Immer mehr europäische Länder führen ebenfalls Pfandsysteme ein.

Dr. Isabell Schmidt - Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft - IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

© Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Industriestandort stärkt Umwelt und Wohlstand

„Die Ergebnisse der GVM-Studie zeigen auch: Wirksame Umweltpolitik braucht eine starke industrielle Basis im Land. Kreislaufwirtschaft entsteht nicht allein durch gesetzliche Vorgaben“, resümiert Dr. Isabell Schmidt, Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft der IK. Und: „Sie benötigt Investitionen, technische Kompetenz, eine leistungsfähige Wirtschaft mit hoher Wertschöpfungstiefe und vernetzt agierende Unternehmen, die Innovationen gemeinsam in marktfähige Lösungen überführen.“

Weitere Informationen unter: www.forum-pet.de

Das Bildmaterial zum Download finden Sie hier.

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Aufkommen und Verwertung von PET-Getränkeflaschen in Deutschland 2025

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