Forum PET in der IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.
Kaiser-Friedrich-Promenade 43

Material

PET gehört zur Gruppe der Polyesterwerkstoffe.
Das Grundmaterial wurde bereits 1941 in den USA entwickelt und wird seitdem als hochwertige Kunstfaser – beispielsweise unter dem Markennamen "Trevira" - in der Textilindustrie verwendet.

Das heutige PET ist ein veredelter Polyester mit noch-
mals verbesserten Materialeigenschaften. Als äußerst belastbarer Kunststoff eignet sich PET für Verpackungen, Behälter, Folien, Fasern und vieles mehr. Die Automobil-
industrie nutzt hochfeste Polyesterfasern zur Herstellung von Airbags.

PET ist ein Makromolekül, das aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff besteht.
Der Aufbau der Molekülketten kann gezielt beeinflusst werden und bestimmt so die Eigenschaften der späteren Produkte. Als thermoplastischer Kunststoff ist PET unter Hitze formbar und kann in nahezu jede beliebige Form gebracht werden.

Die Ausgangsprodukte von PET - Ethylenglykol und Terephthalat-Verbindungen - werden aus Erdöl oder Erdgas gewonnen. Zur Herstellung von PET werden
diese Stoffe zu langen Kettenmolekülen verbunden.
Dabei werden die Ausgangsmoleküle, die ausschließlich aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff bestehen, durch so genannte Ester-
bindungen aneinandergehängt. Daher stammt auch der Name: "Poly" (viele) und "ester"
(für die Art der Bindung). Am Ende der Polykondensation erhält man eine zähflüssige Schmelze, die in dünne Stangen gepresst (extrudiert), abgekühlt und zu Granulat geschnitten wird.

Bei der Herstellung von PET wird in der Regel Antimontrioxid als Katalysator eingesetzt. Hierbei können geringste Mengen im Material verbleiben. Ohne Katalysator würde die Synthese von PET langsam und unvollständig ablaufen. Ein Gesundheitsrisiko besteht nicht.

Bei der Herstellung von PET für Verpackungen, wird das Granulat einem zusätzlichen Veredelungsschritt unterzogen, um die Festigkeitseigenschaften gezielt zu verbessern. Dazu wird das feste Granulat kristallisiert und in der so genannten Feststoffkondensation erhitzt. Hierbei wird die Länge der Molekülketten durch weitere Esterbindungen nochmals vergrößert. Abschließend erhält man ein farbloses PET-Granulat, das in der Industrie als fertiges Vorprodukt direkt weiterverarbeitet werden kann.

Als thermoplastischer Kunststoff ist PET bei Temperaturen von 250°C wie Wachs formbar. Die Molekülketten werden dann so beweglich, dass der Kunststoff schmilzt und in nahezu jede beliebige Form gebracht werden kann. Beim Erkalten frieren die Molekülketten wieder ein und der Kunststoff erstarrt in der gewünschten Form.

Dieses Verfahren wird beispielsweise auch bei der Herstellung von PET-Flaschen angewandt. In einem ersten Schritt werden "Vorformlinge" so genannte Preforms hergestellt. Als Vorläufer der PET-Flaschen verfügen diese Vorformlinge bereits über fertige Schraubgewinde. Damit man "richtige" Flaschen erhält, werden sie bei 100º Celsius nochmals erweicht, mit Druckluft gestreckt und zu einer Flasche geblasen (Streckblasprozess). Ähnlich einfach sind auch die Herstellungsprozesse anderer PET-Produkte. Um beispielsweise Folien oder Bänder zu erhalten, wird die heiße Schmelze durch Schlitzdüsen gepresst und anschließend mit Hilfe von Walzen in die endgültige Form gebracht.

All diese Vorgänge laufen in vollautomatischen Prozessen und mit größter Präzision ab.
Zur Kontrolle passieren die fertigen PET-Erzeugnisse Inspektionsmaschinen, die sie
auf Form und Dichtigkeit prüfen. Zum Schluss der Produktion erhalten die Flaschen
eine maschinenlesbare Codierung, die beispielsweise über den Hersteller und das Produktionsdatum informiert.
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