Forum PET in der IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.
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FAQs

Wie erkenne ich PET?

PET-Produkte, (z.B. Flaschen, Schalen und Folien) sind in der Regel gekennzeichnet. In einem dreieckigen Kreislaufsymbol befindet sich die Bezeichnung PET. Die Kennzeichnung ist entweder auf dem Boden der Verpackung oder auf dem Etikett zu finden. Textilien mit PET sind als Polyesterfasern gekennzeichnet.


Wie hoch ist der Energiebedarf bei der Produktion?

PET-Verpackungen zeichnen sich durch einen geringen Energiebedarf aus. Das gilt für die Herstellung des Kunststoffs, die Produktion von Verpackungen, für das Abfüllen und für alle Transporte vom Hersteller über den Verbraucher bis zur Entsorgung. Wenn man den Energiebedarf im gesamten Lebenszyklus von Glas- und PET-Mehrwegflaschen vergleicht, schneidet PET deutlich günstiger ab. Dies haben mehrere Ökobilanzen, wie beispielsweise eine Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums sowie von PETCORE gezeigt. Das Recycling von PET hilft zudem, wertvolle Energie und Ressourcen zu schonen. Der Einsatz von Recycling-PET spart ca. 65 % an Energie.


Reagiert PET mit anderen Stoffen?

Nein, denn PET weist eine hohe chemische Beständigkeit auf. Viele kosmetische Produkte, Reinigungsmittel und natürlich Lebensmittel werden heute in PET-Flaschen abgefüllt. Qualität und Haltbarkeit werden dabei durch PET nicht beeinträchtigt. Dies zeigt sich auch beim Einsatz im medizinischen Bereich. Chirurgische Nähfäden, Blut- und Infusionsfilter oder Ballons zur Blutgefäßerweiterung bei drohenden Herzinfarkten werden aus PET hergestellt. Die Lebensmitteltauglichkeit ist weltweit von Gesundheitsbehörden anerkannt.


Ist PET ein hygienisch einwandfreies Material?

PET ist wie Glas ein reines, transparentes Material mit brillanter Oberfläche. Produkte aus PET genügen strengsten hygienischen Anforderungen. Die Herstellung der Flaschen aus sogenannten Preforms unmittelbar vor der Befüllung bietet einen weiteren Vorteil: Das Erhitzen auf über 100º C gewährleistet Keimfreiheit. Bei Mehrweg-Getränkeflaschen sorgen aufwendige Technologien und Kontrollen dafür, dass nur hygienisch und technisch einwandfreie Flaschen in die Wiederbefüllung gelangen. So bescheinigte ÖKOTEST (2005) Mineralwasser in PET ein sehr gutes Testergebnis.


Sind PET-Flaschen geschmacksneutral?

Ja, PET ist ein völlig geschmacksneutrales Material. Dies wird auch durch den verbreiteten Einsatz von PET in klassischen "Wasserländern" wie etwa Frankreich belegt, wo über 80 Prozent des Mineralwassers in PET abgefüllt wird.


Warum ist das Gewinde am Hals der PET-Flasche mehrfach unterbrochen?

Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme zum Schutz des Verbrauchers. Bei Getränken, die Kohlensäure enthalten, besteht die Gefahr, dass beim Aufschrauben der Flasche der Druck schlagartig entweicht und sich der Deckel selbständig macht oder der Inhalt unkontrolliert herausschießt. Durch die Entlüftungsschlitze im Gewinde wird der Überdruck beim Öffnen portioniert und abgeleitet, so dass die PET-Flasche gefahrlos geöffnet werden kann.


Stimmt es, dass Getränke in PET-Flaschen Kohlensäure verlieren?

Bei längerer Lagerung ist das, wie bei vielen anderen Verpackungen auch, prinzipiell möglich. In der Praxis ist das aber kaum von Bedeutung. Im Rahmen der Produkthaltbarkeitszeiten von meist neun Monaten bei Erfrischungsgetränken treten keinerlei Qualitätseinbußen auf. Darüber hinaus können die Barriereeigenschaften von PET auch durch gezielte Maßnahmen optimiert werden.


Können PET-Flaschen Acetaldehyd enthalten?

Acetaldehyd ist nichts anderes als eine Oxidationsvorstufe der Essigsäure, die ganz natürlich auch in Aromen vieler Früchte vorkommt. Wir nehmen diesen gesundheitlich unbedenklichen Stoff also auch mit naturbelassenen Nahrungsmitteln zu uns. Bei in PET abgefüllten Produkten liegt der Acetaldehyd-Wert deutlich unterhalb des sensorischen Grenzwerts von 5 Mikrogramm und ist somit nicht mehr wahrnehmbar. PET ist daher auch für die Abfüllung von Mineralwasser geeignet.


Was hat es mit Antimon in PET-Flaschen auf sich?

Bei der Herstellung von PET wird ein Katalysator benötigt. Ohne Katalysator würde die Synthese von PET langsam und unvollständig ablaufen. Antimontrioxid ist mit mehr als 95 Prozent weltweit der am häufigsten verwendete Katalysator. Geringe Mengen davon verbleiben im PET und können bei längerer Lagerung geringfügig in das Produkt übergehen. Deutsche und europäische Gesundheitsbehörden sehen angesichts der minimalen Konzentrationen keinerlei Gesundheitsrisiko.


Gibt es Ökobilanzen zu PET?

Wissenschaftliche Untersuchungen und Studien belegen die Vorzüge von PET. Die leichten Getränkeflaschen zeichnen sich durch einen geringen Energieverbrauch über den gesamten Lebensweg aus. Ein Vergleich zwischen Glas- und PET-Mehrwegflaschen im Auftrag des Bundesumweltministeriums (2000) kam zu dem Ergebnis: „Die bestehenden PET-Mehrwegsysteme sind gegenüber den bestehenden Glas-Mehrwegsystemen in den Getränkesegmenten Mineralwasser und kohlesäurehaltige Erfrischungsgetränke aus Umweltsicht vorzuziehen.“ Aber auch PET-Einwegflaschen haben sich gegenüber anderen Systemen als ökologisch vorteilhaft erwiesen. Dies bestätigten eine Studie im Auftrag des Schweizerischen Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft, BUWAL (2003), ( www.umwelt-schweiz.ch und www.petrecycling.ch ) und eine 2004 veröffentlichte umfangreiche Ökobilanz des Institutes für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) im Auftrag von PETCORE ( www.petcore.com )


Kann man recyceltes PET für die Herstellung neuer Flaschen verwenden?

Ja, dazu gibt es weltweit verschiedene Verfahren des rohstofflichen und werkstofflichen Recyclings. So ist beispielsweise in Ländern wie Australien, Neuseeland, Chile, Belgien, Schweden oder der Schweiz das Multi-Layer-Verfahren verbreitet. Hierbei werden mehrschichtige Flaschen hergestellt, bei denen die Außen- oder Zwischenschichten aus recyceltem PET bestehen, wogegen die innere Schicht aus neuem PET hergestellt wird. Insgesamt beträgt der Recyclinganteil bei diesen Flaschen bis zu 40 Prozent, bei neueren Verfahren sogar bis zu 80 Prozent. Bei den erwähnten SuperCycle®-Verfahren oder URRC-Verfahren ist ebenso wie bei der Glycolyse oder Methanolyse gemäß Herstellerangaben sogar ein 100prozentiger Einsatz von gebrauchtem PET für die Produktion von neuen Flaschen möglich. Die Recyclate wurden von Behörden und unabhängigen Instituten als für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen uneingeschränkt geeignet bewertet.er Flaschen verwenden?


Ist werkstoffliches PET-Recycling sinnvoll?

Werkstoffliches PET-Recycling lohnt sich, denn es spart circa 65 Prozent des Energieaufwandes gegenüber der Neuproduktion.


Wie oft können PET-Mehrwegflaschen wieder befüllt werden?

Mehrwegflaschen werden üblicherweise 17 bis 20 mal wieder befüllt.


Wird das Material nach häufigem Waschen spröde ?

Der Reinigungsprozess der PET-Mehrwegflasche hat keinen negativen Einfluss auf das Material.


 
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